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Ausbildungsmedien stellen einen Lerninhalt dar, machen einen Ablauf sichtbar oder unterstützen Übung und Rückmeldung. Dazu gehören zum Beispiel ein Schaubild, ein Modell, ein Lernvideo, eine digitale Simulation oder ein Arbeitsblatt. Ein Medium ist dann sinnvoll, wenn es eine konkrete Aufgabe im Lernprozess erfüllt.
Das Lernziel bestimmt die Auswahl
Der BIBB-Rahmenplan verlangt, Ausbildungsmedien methodengerecht auszuwählen und einzusetzen. Dafür reicht es nicht, ein Medium nur modern oder abwechslungsreich zu finden. Prüfe zuerst, was die auszubildendeAuszubildenderEin Auszubildender ist eine Person, die aufgrund eines Berufsausbildungsvertrags ausgebildet wird und berufliche Handlungsfähigkeit erwirbt.Im Lexikon öffnen → Person nach der Ausbildungssituation können soll.
Ein Schaubild kann einen komplexen Zusammenhang übersichtlich darstellen. Ein echtes Werkstück macht Material und Maße erfahrbar. Eine Simulation erlaubt Übungen, wenn Fehler am realen System teuer oder riskant wären. Für eine praktische Fertigkeit genügt ein Video allein dagegen selten, weil die eigene Ausführung und eine Rückmeldung fehlen.
Mina soll eine Netzwerkverbindung systematisch prüfen. Ein Ablaufdiagramm hilft ihr, die Prüfreihenfolge zu planen. Anschließend arbeitet sie an einer vorbereiteten Testumgebung und dokumentiert das Ergebnis. Das Diagramm unterstützt die Handlung, ersetzt sie aber nicht.
Analoge und digitale Medien erfüllen dieselben Grundfragen
Der Rahmenplan nennt digitale Lernmedien sowie virtuelle und hybride Lernumgebungen ausdrücklich. Entscheidend bleibt ihre Funktion. Die Auswahl sollte zum LernzielLernzieleLernziele beschreiben, was eine lernende Person nach einem Lernprozess kann. Sie lassen sich nach Konkretisierungsgrad und Lernbereich ordnen.Im Lexikon öffnen →, zum Vorwissen, zur Gruppengröße, zum Lernort und zu den verfügbaren Bedingungen passen.
Prüfe außerdem, ob alle Beteiligten das Medium bedienen und wahrnehmen können. Gut lesbarer Text, verständliche Sprache, Untertitel oder eine alternative Darstellung können Zugänge verbessern. Technik braucht zudem einen realistischen Ersatzweg, falls sie in der AusbildungssituationAusbildungssituationEine Ausbildungssituation ist ein begrenzter berufstypischer Lernanlass, in dem eine lernende Person ein konkretes Ausbildungsziel erreichen soll.Im Lexikon öffnen → ausfällt.
Abgrenzung zu Ausbildungsmitteln
Die Begriffe überschneiden sich im Alltag. Für die Planung hilft diese Trennung: Ein Ausbildungsmedium vermittelt oder veranschaulicht einen Lerninhalt. Ein Ausbildungsmittel wird für die praktische Durchführung einer Lern- oder Arbeitsaufgabe benötigt. Ein Bauteil kann beides sein, wenn du daran etwas erklärst und die auszubildende Person anschließend damit arbeitet.
Häufige Fragen
Sind digitale Ausbildungsmedien grundsätzlich besser?
Nein. Ein digitales Medium ist passend, wenn seine Funktion zum Lernziel und zur Situation passt. Für manche Abläufe ist eine Simulation hilfreich, für andere Aufgaben ist das reale Werkzeug oder ein einfaches Schaubild verständlicher.
Kann ein Lernvideo eine praktische Übung ersetzen?
Ein Video kann einen Ablauf vorbereiten oder zur Wiederholung dienen. Wenn das Lernziel eine praktische Fertigkeit verlangt, braucht die lernende Person in der Regel auch eine eigene Ausführung und Rückmeldung.